Ich hasse es! Ich hasse mich! ...

Veröffentlicht auf von Ghost


Die Schwärze in meiner Seele frisst mich auf... ich bin tot und laufe eigentlich nur noch durch einen riesen Irrtum hier rum


Ich bin einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden...

Heute, das heißt eben, beim Blitzeinkauf für den kleinen Appetit gab es wieder so eine Begegnung der dritten Art. Eine Situation wie sie schlimmer für mich nicht sein konnte.

Und das war so:
Eine Bekannte... ja ich habe sie vor langer langer Zeit mal als meine Freundin bezeichnet... war mit ihrem Kerl einkaufen. Was an sich ja nicht schlimm ist. Aber sie hat letztes Jahr geworfen und hatte ihren Kerl, also auch das Balg dabei.

Ich muss dazu sagen, dass wir mal richtig dicke waren. Sie hat zwar weit weit weg gewohnt, ist aber öfter hier gewesen, wegen ihrer Familie. Damals kam sie mich dann immer mal noch für einen Nachmittag besuchen. Damals hatte sie schon ein Kind und der Kurze hat sich wirklich super mit unserem Hundchen verstanden. Es war immer ulkig. An diesen Nachmittagen haben wir immer die Rollen getauscht. Sie wurde zur Hundmami, weil sie damals auch einen Hund haben wollte und ich habe ihr Kind übernommen und habe es einen Nachmittag lang bespaßt. Ich habe ihr von meinen Problemen erzählt und sie hat mir von ihren erzählt. Damals eben immer von dem Kerl, wo sie nicht wusste, was sie machen soll. Weil er auch in meiner Gegend hier gewohnt hat.

In der Zwischenzeit ist sie schwanger geworden von ihm, hat geworfen und wohnt mit ihm zusammen. Und heute sind wir den beiden eben im Supermarkt begegnet. SCHRECKLICH!!!!!

Nicht mal ein Lächeln kam über ihre Lippen, als sie mich gesehen hat. Und ein "Hallo!" gab es nur für meinen Schatz.
Statt dessen hat der Typ von dieser Person den Einkaufswagen, mit der Schale, wo das Balg drin lag so geschoben, dass wir auch ja hinstarren müssen. Sicher hat er ne Art Lob oder eine Gratulation oder was weiß ich was erwartet. Getarnt hat er es als, Wagen zur Seite schieben, weil die Leute durch wollen.

So unwohl wie in dem Moment habe ich mich schon lang nicht mehr gefühlt. Habe noch nen dummen Spruch gebracht, aber über den wollte keiner so recht lachen. Also bin ich kleiner als ein Fingerhut geworden. Eigentlich war ich schon direkt Luft. Habe mich hinter im versteckt und wollte da nur noch weg. Weg von den Übereltern, weg aus dem Laden, weg aus dieser Stadt, weg aus diesem Land.... ganz weit weg. Da hin wo mich niemand kennt und ich niemanden kenne.
Er hatte natürlich nichts besseres zu tun als mit diesen Übereltern auch noch ein Gespräch anzufangen.  Und sie fingerte die ganze Zeit an dem Balg rum... Hätte blos noch gefehlt, dass er die auch noch zu uns nach Hause eingeladen hätte.... an dem Tage wäre ich mit Sicherheit nicht zu Hause gewesen, und wenn ich ne Nacht im Auto irgendwo im Wald hätte zubringen müssen.
Ich stand hinter ihm. Habe mich geschämt wie ein Bettseicher und hätte mein Leben dafür gegeben in dem Moment nicht da sein zu müssen. Aber leider.... das Leben meint es eben nicht gut mit mir. Jede Krausamkeit ist gerade gut genug für mich.

Und wenn wir einmal in der Scheise stecken, hört die natürlich auch so schnell nicht mehr auf. An der Kasse haben die nämlich wieder bei uns gestanden. Besser, wir hinter ihnen. Es waren noch so viele anderen Kassen da, aber nein, er musste an diese...
Sowas Schreckliches überlebe ich nicht noch einmal... meine Augen haben krampfhaft versucht irgendwelche Werbtafeln oder Sonderangebote zu fixieren. Nur um nicht dieses Balg anstarren zu müssen.
Und als sie dann von der Kasse weg sind, ist mir bald die Galle übergelaufen. Er schiebt die Karre, und sie hakt sich bei ihm ein, miemt die glückliche fast-Ehefrau und fingert an der Decke vom Balg rum.
Wenn ich in dem Moment eine Waffe gehabt hätte, wäre ich wohl zum Amogläufer geworden...

Da ging sie hin, eine ehemalige Freundin, die dank meinem Zureden gekämpft hat, bis sie ihr Glück erreicht hatte und mich vergessen konnte...

Aber mal genauer betrachtet, folgt sie nur einer ungeschriebenen Regel. Nämlich der, dass alle nur so lang meine Freundinen sind, bis sie Eltern sind. Dann bin ich abgeschrieben, weil ich ja ohne Kind, ihrer Freundschaft nicht mehr wert bin.

D. ehemals beste Freundin... kennt mich aufgrund ihrer Familie heute nicht mehr.
S. ehemals beste Freundin... kennt mich aufgrund ihrer Familie heute nicht mehr.
Und meine Cousine N. ... wieso den Kontakt mit der kinderlosen aufrecht erhalten.... die versteht einen ja he nicht mehr.
Meine Cousine S. redet nur noch aus Pflichtbewusstsein mit mir. Aber wirklich Zeit hat sie auch nicht mehr und alles erzählen, wie das früher mal war kann ich ihr auch nicht mehr.

Und da wundert es meinen Schatz und meine Mutter noch, dass ich gar nicht mehr Vertrauen zu irgendwem fassen will? Dass es mir lieber ist, im Vollsuff mich mit jemandem zu untehalten, den ich dann am nächsten Tag nicht mehr kenne?
Ganz ehrlich... eine wirkliche, echte, beste Freundin gibt es für mich nicht. Hat es nie gegeben und wird es auch NIE geben... - glaub ich.

Und auch Glück im Leben wird es für mich nicht mehr geben.

Mein Sinn im Leben war der, dass ich meiner Mutter über den Verlsut von ihrem ersten Kind hinweg helfen sollte. Das habe ich getan, also meinen Sinn und Zweck erfüllt.
Und wenn ich den Faden weiter spinne, dann hätte mein Versuche damals wohl klappen sollen. Aber da damals jemand dazwischen gekommen ist, hänge ich nun in der Luft. Ein Schicksal existiert für mich nicht mehr, weil ich eigentlich schon längst bei den Würmern sein sollte....
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Veröffentlicht in Tagebuch

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B
Ich finde es schade, dass du deinen Hass auf das Kind projizierst. Aber ich kann dich gut verstehen. Es sind Gefühle und die hat man oder man hat sie nicht.<br /> <br /> Ich zum Beispiel verachte die Fraue, die mit meinem ehemals bestem Kumpel zusammen ist. Widerlich klammernd. Ich weiß nicht, wie ich mich zu ihren Kindern vehalten würde, wären sie irgendwann da.<br /> <br /> ---<br /> ENDE DER MELDUNG<br /> mehr von mir zu lesen gibt es auf typeer.de
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T
"Aufgeben tut man nur einen Brief"<br /> <br /> Vl. hast du mal interesse in meinem Blog zu legen. Ich hätte das ein oder ander mal ähnliche Gedanken
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G
<br /> he, der Spruch klingt gut. Und der Gegenbesuch ist doch Ehrensache.<br /> <br /> <br />
M
Ghost, Du wirst immer wieder in diese Situation kommen und Eltern mit ihren Kindern begegnen und Du hast ja auch vor kurzem gesagt, das Du Dich mal mit einem Arzt in Verbindung setzen willst, zwecks Therapie. Ich sage es Dir gerne noch einmal, auch ohne Kind bist Du ein wertvoller Mensch, wie jeder andere auch. Das Freundinnen auf einmal keine Zeit mehr haben, oder andere Interessen entwickeln wenn Kinder da sind, ist richtig genommen normal, weil sie in dem Moment nicht nur Eigenverantwortung sondern auch die Verantwortung für das neue Leben übernehmen. Es ist natürlich auch möglich das es nie eine richtige Freundin war. Du musst für Dich einen Weg finden um zufrieden leben zu können und es ist sicher auch nicht so, das Du bei Deiner Mutter nur den Zweck erfüllen solltest ihr über den Verlust des ersten Kindes hinweg zu helfen, ich glaube das Du im Moment so unglücklich bist, das Du Dir sowas einredest...Viele liebe Grüße Regina
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G
<br /> Meinst du? Was soll ich denn davon halten, wenn sie sobald ihre Probleme gelöst sind, sich von mir abwendet? Ich laufe niemandem nach. Wer nicht will, der hat schon. Basta. Und eins habe ich<br /> gelernt... ich sollte mir nie wieder einreden, dass jemand meine Freundin wäre... die laden eh nur ihren Seelenmüll bei mir ab und das wars.<br /> <br /> <br />
S
Das mit dem Vertrauen ist eine schwierige Sache, ich rede da auch aus Erfahrung. Aber wieso lässt du Menschen dafür leiden, die nichts für die Fehler der anderen. Manchmal macht man das nicht mit Absicht, ich weiss, aber das sollte nur eine Phase sein. Ein ganzes Leben lang unglücklichsein, ist eine ganz schön lange Zeit. Wer weiß, was du daruas lernen solltest. Es gibt immer 2 Seiten. Aber so leicht stirbt es sich nicht, so blöd wie das klingt.<br /> <br /> Grüße,<br /> Saltira
Antworten
G
<br /> Was ich daraus lernen sollte? - Nun ja.. sicher sowas wie. vertraue niemandem, keiner will dir was Gutes?<br /> <br /> <br />