John Grisham - "Das Testament"
Ich hatte mal wieder einen Grisham - gut aber auch nur dank meiner Freundin, die ihn mir ausgeliehen hat.Warum es so ist, kann ich nicht sagen, aber so einen Grisham habe ich mir bisher immer nu geliehen, aber nach der Lektüre seiner Bücher auch nie den Drang danach verspürt, es gleich noch einmal zu lesen.
So war das auch hier.
Sicher, es war ein gutes Buch. In dem Teil wo die Reise durch das Innenland von Brasilien beschrieben wurde, habe ich daran geklebt und wäre so ohne Weiteres nicht davon los gekommen. An diesen Stellen hätte man mich quasie losmeiseln können.
Oder auch, als Nate dieses Dengefieber hatte. Wie seine Qualen und Empfindungen, aber auch die Symptome aus Sicht der anderen beschrieben waren, das war einfach nur klasse und unnachahmlich ein Grisham.
Aber es wäre kein Grisham gewesen, wenn nicht auch diese juristische Seite dabei gewesen wäre. Und die war in diesem Fall eben auch ausgesprochen langweilig und fast ereignislos.
Es hat mich halt einfach nicht interessiert, wie ich so eine Han voll geldgeiler und völlig verzogener Gören um ein Erbe streiten, dabei auch noch ihre Anwälte reich machen und am Ende doch so einen komischen Verlgeich eingehen.
Genaugenommen war es mir auch schleierhaft, warum die Universalerbin das Geld ausgeschlagen hat. Ich meine, gut sie ist gläubig und religiös und wohltätig eingestellt. Das mag ja auch alles sein, aber was hätte sie mit dem Geld nicht alles Gutes tun können? Wievielen Menschen hätte sie damit helfen können? So eine Chance hätte sich ihr im Leben nicht wieder geboten.
Naja, und wie es der Zufall so will, muss die Gute früh sterben, die Indianer sind einmal mehr sauer auf den bösen bösen Amerikaner und rein zufällig ist auch ein Testament da, welches sich, oh Wunder, mit den Vorschlägen deckt, welche der Mann, der sich als ihr Anwalt ausgegeben hat ihr machen wollte.
Ende gut alles gut, aber am Ende doch nur ein Grisham, bei dem ich sage, einmal gelesen und gut. Muss ich kein zweites Mal haben.
Aber so eine Reise nach Brasilien, nicht an den Zuckerhut, nein... da hin wo dieser Protagonist hier war, das würde mich schon mal reizen. Ja wirklich....
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