neue Brille
Was ein Sonnabend. Ich habe mich mal wieder in die Stadt gewagt. Ich habe ja nun die Brille verschrieben bekommen und wollte sie nun auch bestellen. Sicher hatte ich eine gewisse Angst vor den Kosten, aber wenn man es mal genau betrachtet kosten die ganzen Kopfschmerztabletten ja auch Geld und wenn man es noch genauer betrachtet, erhöhen die fehlenden Kopfschmerzen ja auch irgendwo meine Lebensqualität.
Zugegeben. Ich gebe die Hoffnung auf eine Arbeitsstelle nicht auf und habe die Gläser entspiegeln und tönen lassen. die Tante meinte, dass getönte Gläser bei einem Bürojob besser wären, weil dann das künstliche Licht gemildert würde und das Papier nicht so grell und anstrengend für die Augen wäre.
Zurück betrachtet bin ich oft aus dem Büro raus mit Kopfschmerzen, die ich mir nicht erklären konnte. Ich schiebe diese einfach mal auf das künstliche Licht.
Alles in Allem muss ich knapp 40 Euro bezahlen wenn ich sie dann abhole. Dafür hab ich dann eine Brille die ich durchaus auch ganztägig tragen kann. Ich glaube, das mache ich auch. Die sieht so schick aus. Und dann auch noch in meiner Lieblingsfare. In Lila... gut ein zartes Lila, aber immerhin, meine Lieblingsfarbe.
Der Brief von gestern, also der vom Amt ist noch nicht wirklich vergessen. Auf der einen Seite will ich diese Ungerechtigkeit nicht auf mir sitzen lassen und würde den Laden am liebsten per Hand und auf der Stelle abreisen. Auf der anderen Seite frage ich mich aber, warum ich noch kämpfe. Im Endeffekt ist es doch egal, ob ich denen was vorlegen kann oder nicht. Die wollen mir eine Kürzung oder Streichung rein hauen und machen das dann auch. Die Stellungname von mir ist doch reine Papier- und Zeitverschwendung.
Ich werde auf jeden Fall sehen, dass ich zu der besagten Sachbearbeiterin persönlich vorgelassen werde. Anders sehe ich da kein Land für mich.
Im selben Atemzug werde ich einen Neurervorschlag anbringen, wenn ich dann bei der Tante sitze. Denn wenn man es genau betrachtet, scheren die alle Arbeitslosen über einen Kamm. Alle sind arbeitslos weil sie stinkendfaul sind. Keiner von denen will ja wirklich wieder arbeiten.
Nun mein Vorschlag: ein Jahr Arbeitslosengeld, ein oder zwei Jahre Harz IV und dann eben die Zyankaliekapsel. Ab dann ist man doch der minderwertigste Abschaum, den es nur gibt. Also verdient man den Sauerstoff, den so ein Individuum atmet nicht mal mehr.
Dieses Verfahren hätte jede Menge positive Seiten. Zum ersten würden die Arbeitslosenzahlen rapide sinken und zum zweiten kurbelt es die Bestattungsunternehmen an. Die bekämen dann jede Menge zu tun.
Was da dann letztendlich für menschliche Schicksale hinter stehen ist doch vollkommen egal.
Oh man, ich glaube ich kämpfe nicht mehr. Soll doch werden was will. Und wenn es eben nicht mehr geht, dann ziehe ich eben unter einen Brückenbogen. Oder ich drehe ein Ding und lasse mich einknasten. Dann geht es mir besser, denn im Knast bekomme ich Arbeit. Und wenn ich wieder raus bin, noch Unterstützung. Wenn das mal nichts ist.
Zugegeben. Ich gebe die Hoffnung auf eine Arbeitsstelle nicht auf und habe die Gläser entspiegeln und tönen lassen. die Tante meinte, dass getönte Gläser bei einem Bürojob besser wären, weil dann das künstliche Licht gemildert würde und das Papier nicht so grell und anstrengend für die Augen wäre.
Zurück betrachtet bin ich oft aus dem Büro raus mit Kopfschmerzen, die ich mir nicht erklären konnte. Ich schiebe diese einfach mal auf das künstliche Licht.
Alles in Allem muss ich knapp 40 Euro bezahlen wenn ich sie dann abhole. Dafür hab ich dann eine Brille die ich durchaus auch ganztägig tragen kann. Ich glaube, das mache ich auch. Die sieht so schick aus. Und dann auch noch in meiner Lieblingsfare. In Lila... gut ein zartes Lila, aber immerhin, meine Lieblingsfarbe.
Der Brief von gestern, also der vom Amt ist noch nicht wirklich vergessen. Auf der einen Seite will ich diese Ungerechtigkeit nicht auf mir sitzen lassen und würde den Laden am liebsten per Hand und auf der Stelle abreisen. Auf der anderen Seite frage ich mich aber, warum ich noch kämpfe. Im Endeffekt ist es doch egal, ob ich denen was vorlegen kann oder nicht. Die wollen mir eine Kürzung oder Streichung rein hauen und machen das dann auch. Die Stellungname von mir ist doch reine Papier- und Zeitverschwendung.
Ich werde auf jeden Fall sehen, dass ich zu der besagten Sachbearbeiterin persönlich vorgelassen werde. Anders sehe ich da kein Land für mich.
Im selben Atemzug werde ich einen Neurervorschlag anbringen, wenn ich dann bei der Tante sitze. Denn wenn man es genau betrachtet, scheren die alle Arbeitslosen über einen Kamm. Alle sind arbeitslos weil sie stinkendfaul sind. Keiner von denen will ja wirklich wieder arbeiten.
Nun mein Vorschlag: ein Jahr Arbeitslosengeld, ein oder zwei Jahre Harz IV und dann eben die Zyankaliekapsel. Ab dann ist man doch der minderwertigste Abschaum, den es nur gibt. Also verdient man den Sauerstoff, den so ein Individuum atmet nicht mal mehr.
Dieses Verfahren hätte jede Menge positive Seiten. Zum ersten würden die Arbeitslosenzahlen rapide sinken und zum zweiten kurbelt es die Bestattungsunternehmen an. Die bekämen dann jede Menge zu tun.
Was da dann letztendlich für menschliche Schicksale hinter stehen ist doch vollkommen egal.
Oh man, ich glaube ich kämpfe nicht mehr. Soll doch werden was will. Und wenn es eben nicht mehr geht, dann ziehe ich eben unter einen Brückenbogen. Oder ich drehe ein Ding und lasse mich einknasten. Dann geht es mir besser, denn im Knast bekomme ich Arbeit. Und wenn ich wieder raus bin, noch Unterstützung. Wenn das mal nichts ist.
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