Urlaubstag 2 - Mummelsee und Wasserfall in Triberg

Veröffentlicht auf von Ghost

Ach was war das herrlich, am Morgen aufzuwachen und die Sonne lachte in mein Gesicht. Mir war nicht wie September. Eher kam es mir vor, als hätte sich die Zeit noch einmal zurück gespult und wir hätten noch einmal Mai oder Juni.

Ein gemütliches Frühstück rundete die Sache noch ab und nach dem Frühstück machten wir unsere entgültige Tagesplanung. Denn eigentlich wollten wir ja mit dem Sauschwanzbähnle fahren. Aber wie das immer so ist: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Wir haben die Möglichkeit vom Besuch des "Mummelsees"  gesehen und die Bilder in dem Prospekt sahen so herrlich aus, dass ich bittelte und bettelte, dass wir den doch auch anfahren könnten und die Bahn eben danach machen.

Die Reise zum Mummelsee führte uns über die Schwarzwaldhochstraße.  Diese ist eine der schönsten Panoramastraßen Deutschlands und verbindet Baden-Baden und Freudenstadt.
Einfach nur herrlich dieses fast urtypische Naturerlebnis. Wälder, Felder, kleine Orte in den Tälern mit diesen für den Schwarzwald typischen Häusern. Einfach nur unbeschreiblich. Ich mochte da am liebsten gar nicht mehr weg und zum Glück waren links und rechts Parkplätze eingerichtet, auf denen man gefahrlos einen Blick über Täler, Felder, Wälder und Wiesen werfen konnte.
Leider war auch hier stellenweise das fast katastrophale Ausmaß und Ergebnis des Orkans Kyrill zu sehen. Die Wälder waren stellenweise wie unordentlich gerodet. So, als wäre man einfach nur durch, hätte links und rec hts ohne jeden Plan die Bäume an- oder umgesägt und hätte den Rest dann eben vom Wind erledigen lassen. *seufz*


Aber dann waren wir endlich am Mummelsee. Er wird ja als das Herz der Schwarzwaldhochstraße bezeichnet. Und ich muss mal sagen, diesen Namen hat er auch verdient.
Obwohl auf dem Parkplatz ja alles erst einmal voll  nach Massentouristik gestunken hat, aber das war nur auf dem Parkplatz. Der See selber war dann wenig bis so gut wie gar nicht mehr besucht. Mein Schatz und ich sind mit samt dem Hund eine gemütliche Runde um das Wasser gelaufen.

Der Umfang des Sees beträgt 800m und ein Kunstpfad führt darum. Man kann ihn entlang laufen, Kunst betrachten und oder einfach nur die Natur und die Stille und Idylle geniesen. Tief ist er 17m und ist somit der tiefste und er liegt 1036 m hoch und ist somit der höchstgelegene Karsee im Schwarzwald.
Lustig fand ich auch die eine Sage: In der heißt es, dass früher Noxen  und Zwerge sowie eiin König im Mummelsee gehaust haben. In Vollmondnächten sollen die Nixen dann immer zum Deckerdorf nach Seebacht gekommen sein. Dort haben sie mit den Bewohner Handarbeiten verrichtet und gesungen. Weiter heist es, dass die Nixen noch heute zu den Dorfabenden zu Besucht. Aber natürlich immer in Begleitung ihres Vaters. Dem Mummelkönig.

Eine weniger schöne Episode an diesem See war die, dass mein Hund plötzlich an der einen Pfote blutete. Bei genauerm Hinschauen hatte er sich die eine Kralle ganz komisch nach oben verdreht. Er schien beim Laufenn aber keine Schmerzen zu haben, da er nicht humpelte.
Ach Gott, war mir unwohl. Wir sind dann erstmal in den einen großen Laden da rein und haben nach einem Tierarzt gefragt. Die gute Frau war aber wohl tierlos, denn sie konnte mir da nicht weiter helfen. Also Telefonbuch zu Rate ziehen. Erst eine Tierklinik, weil die ja garantiert auf hätte. Die war aber zu weit weg. Über eine Stunde Fahrt. Dann also doch die Tierärzte durch telefonieren. Den zweiten habe ich dann erreicht. Uff, viel mir ein Stein vom Herzen, als der meinte, dass das nur so wäre, als würden wir uns nen Nagel abbrechen. Ich sollte die Kralle ganz abreisen und gut.
Die Kralle war aber schon von selber ab gegangen und ich habe um die blutende Stelle einfach nur noch eine kleine Mullbinde drum gewickelt. Mein Hundchen schien das nicht zu jucken. Er zog die Pfote weder weg, noch gauzte er. Es war ihm schlichtweg egal. Und der weiße Verband viel auch nicht besonders auf, bei dem weißen Fell.
Die Tour konnte weiter gehen. Aber erst musste ein kleiner Mittagsimbiss sein, auf den Schrecken. Mein kleiner Pechvogel hat natürlich seinen Teil davon ab bekommen.


Da der Tag noch jung war und mein Schatz plötzlich keine Lust mehr auf die Bahn hatte, sind wir noch nach Trieberg gefahren. Das war quasie die Strecke wieder zurück nur dann eben nicht nach Rottweil abbiegen, sondern ein Stück weiter.

Trieberg ist eine der bekanntesten Touristenstädte im Schwarzwald. Und ich muss mal sagen, es ist wirklich schön da. Klar, touristenmäßig überlaufen, aber es hat seinen eigenen Charme. Und da soooo viele Touristen im September nicht mehr rumlaufen, war es dann doch recht angenehm.

Wir sind dann direkt  zum Wasserfall gelaufen. Das war nicht weit vom Parkplatz aus.
Wie das bei Touristenhochburgen so ist, zahlt man logischerweise für jede noch so kleine Kleinigkeit Eintritt. Also auch für den Wasserfall. Erdnüsse gab es auch zu kaufen. Nur warum wusste ich noch nicht. Aber auch das sollte ich dann noch mitbekommen.
Es handelte sich hier nicht nur um den Wasserfall, sondern um eine Art Naturpark, der einem den typischen Schwarzwald näher bringen sollte. Hier leben auch die schwarzen Eichhörnchen. Und eben diese sind so gut wie handzahm. Sie haben die Nüsse voller Dankbarkeit entgegen genommen und haben einen dafür beim Essen zuschauen lassen. Das sah ja soooooooooo niedlich aus. Einfach nur herrlich.

Dann aber zu
m Wasserfall. Der ist ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die "Gutach" rauscht hier 160m in die Tiefe und das über 7 Stufen. Dazu noch die Sonne, der Lichteinfall und die Natur. Einfach nur herrlich. Die Bilder und Filmchen, die wir gemacht haben spiegeln das Ganze nicht wirklich wieder. Das alles war irgendwie wie auf einem dieser tollen Fantasybilder. Unvergesslich eben.

Nach dem Wasserfall sind wir noch auf einen Kaffee eingekehrt. Spiki hat sich sofort über eine riesige Schüssel Wasser her gemacht. Der Arme hatte aber auch einen Durst. Ich hatte echt schon Bedenken, ob er überhaupt je wieder aufhören würde zu saufen.

Ein herrlicher Tag geht zu Ende. Schön wars. Unvergesslich schön, wenn man es genau betrachtet. Schauen wir mal, was der morgige Tag so alles mit sich bringt. Und auch darüber gibt es wieder einen ausführlichen Bericht. - Versprochen.
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Veröffentlicht in Tagebuch

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