Desorientierung irgendwie
Irgendwie war das komisch... Ich lag in meinem Bett und habe versucht einzuschlafen, aber dann stieg dieses seltsame Gefühl in mir hoch. So ganz komisch. eine Mischung aus Desorientierung und nicht war haben wollen. Mein Herz begann zu rasen und an Schlaf war nicht mehr zu denken. Dazu war ich dann doch zu aufgewühlt.
Und die Gedanken, die mir da so durch den Kopf kamen. Voll der Hammer. Die ganzen beschissenen Ereinisse und Diagnosen aus den letzten Monaten prasselten noch einmal auf mich ein.
Zuerst habe ich mich im Rollstuhl sitzend unten an der Treppe im kalten Hausflur gesehen. Ich wollte ins Bett, kam aber die Treppen nicht hoch, weil meine Beine und überhaupt die ganzen Muskeln durch die MS schon so richtig tierisch geschwächt waren, dass ich schon gar nicht mehr wirklich Mensch war.
Dann kam mein Hundchen ins Spiel. Er sah aus wie ein gerupftes Huhn. Überall hatte er kahle Stellen im Fell und er juckte sich weiter und schabte weiteres Fell von sich runter. Die Haare rieselten nur so unter ihm weg. - Das liegt wohl daran, dass er sich derzeit wirklich tierisch viel juckt. Flöhe können es aber nicht sein, da ich weder Flöhe selber, noch Flohkot im Fell finden kann. Auch eine Unverträglichkeit von irgendwelchen Nahrungsmitteln kann ich ausschliesen, da er nichts anderes als sonst bekommen hat. Es sei denn, er hätte sie jetzt ganz schnell noch entwickelt...
Im nächsten Moment wieder so ein komischer Blitz im Kopf und mir wurde einmal mehr bewusst, dass ich nie eine Mama sein würde. Dass ich nie im Kreise einer großen und glücklichen Familie Weihnachten oder irgendwelche anderen Feste feiern würde. Statt dessen sah ich die Horrorvision vor mir, dass ich als alte Frau allein und hilflos in einer vollkommen ungeeigneten Wohnung sitze, ich friere, weil ich mir die Heizung nicht leisten kann und Kinder, die unter meinem Fenster spielen immer nur noch ankeife und runtersaue, wenn sie mal nur einen Mucks von sich geben.
Das hat mir echt zugesetzt.
Und als die Kindervision vorbei war, und ich durchatmen wollte, tauchte der Sturz meiner Mutter noch einmal vor meinen Augen auf. Nur dass sie diesmal nicht auf dem Boden saß und sich ihre krumme Hand hielt, sonder sie mit blutendem Kopf und regungslos am Boden lag. Dann gab es einen Zeitsprung und ich sah, wie sie einen Sarg aus dem Haus trugen.
Und dann dieses Loch. Dieses unendlich tiefe Loch in das ich fiel. Unfähig zu schreien, oder sich zu bewegen... - man hat mich das fertig gemacht. Ich war vollkommen aufgewühlt und unfähig zur Ruhe zu kommen. Neben mir schnarchte mein "Schatz" seelenruhig vor sich hin und ich lag einfach nur da und konnte das alles nicht fassen.
Hoffnungslosigkeit machte sich in mir breit. Sie übermannte mich förmlich und ich sah keinen Sinn weiter zu atmen... Meine Situation kam mir in den Sinn. Ich meine, ich bin arbeitslos... Kinder werde ich nie haben, obwohl ich mir nichts auf der Welt mehr gewünscht hätte und eine Hochzeit macht ja wohl gar keinen Sinn mehr. Alles was ich mal für mein Leben geplant hatte ist über den Jordan. Ich kann das alles vergessen und habe nun eigentlich keinen Plan mehr vom Leben.
Und genau das hält bis heute an. Ich stopfe Süßigkeiten in mich rein, fast wahllos und ohne Grenzen... ich bin antriebslos und lasse mich voll gehen... mein Schweinehund hält mich sogar davon ab zum Training zu gehen.
Hilfe, mir reist es den Boden unter den Füßen weg, glaube ich....
Und die Gedanken, die mir da so durch den Kopf kamen. Voll der Hammer. Die ganzen beschissenen Ereinisse und Diagnosen aus den letzten Monaten prasselten noch einmal auf mich ein.
Zuerst habe ich mich im Rollstuhl sitzend unten an der Treppe im kalten Hausflur gesehen. Ich wollte ins Bett, kam aber die Treppen nicht hoch, weil meine Beine und überhaupt die ganzen Muskeln durch die MS schon so richtig tierisch geschwächt waren, dass ich schon gar nicht mehr wirklich Mensch war.
Dann kam mein Hundchen ins Spiel. Er sah aus wie ein gerupftes Huhn. Überall hatte er kahle Stellen im Fell und er juckte sich weiter und schabte weiteres Fell von sich runter. Die Haare rieselten nur so unter ihm weg. - Das liegt wohl daran, dass er sich derzeit wirklich tierisch viel juckt. Flöhe können es aber nicht sein, da ich weder Flöhe selber, noch Flohkot im Fell finden kann. Auch eine Unverträglichkeit von irgendwelchen Nahrungsmitteln kann ich ausschliesen, da er nichts anderes als sonst bekommen hat. Es sei denn, er hätte sie jetzt ganz schnell noch entwickelt...
Im nächsten Moment wieder so ein komischer Blitz im Kopf und mir wurde einmal mehr bewusst, dass ich nie eine Mama sein würde. Dass ich nie im Kreise einer großen und glücklichen Familie Weihnachten oder irgendwelche anderen Feste feiern würde. Statt dessen sah ich die Horrorvision vor mir, dass ich als alte Frau allein und hilflos in einer vollkommen ungeeigneten Wohnung sitze, ich friere, weil ich mir die Heizung nicht leisten kann und Kinder, die unter meinem Fenster spielen immer nur noch ankeife und runtersaue, wenn sie mal nur einen Mucks von sich geben.
Das hat mir echt zugesetzt.
Und als die Kindervision vorbei war, und ich durchatmen wollte, tauchte der Sturz meiner Mutter noch einmal vor meinen Augen auf. Nur dass sie diesmal nicht auf dem Boden saß und sich ihre krumme Hand hielt, sonder sie mit blutendem Kopf und regungslos am Boden lag. Dann gab es einen Zeitsprung und ich sah, wie sie einen Sarg aus dem Haus trugen.
Und dann dieses Loch. Dieses unendlich tiefe Loch in das ich fiel. Unfähig zu schreien, oder sich zu bewegen... - man hat mich das fertig gemacht. Ich war vollkommen aufgewühlt und unfähig zur Ruhe zu kommen. Neben mir schnarchte mein "Schatz" seelenruhig vor sich hin und ich lag einfach nur da und konnte das alles nicht fassen.
Hoffnungslosigkeit machte sich in mir breit. Sie übermannte mich förmlich und ich sah keinen Sinn weiter zu atmen... Meine Situation kam mir in den Sinn. Ich meine, ich bin arbeitslos... Kinder werde ich nie haben, obwohl ich mir nichts auf der Welt mehr gewünscht hätte und eine Hochzeit macht ja wohl gar keinen Sinn mehr. Alles was ich mal für mein Leben geplant hatte ist über den Jordan. Ich kann das alles vergessen und habe nun eigentlich keinen Plan mehr vom Leben.
Und genau das hält bis heute an. Ich stopfe Süßigkeiten in mich rein, fast wahllos und ohne Grenzen... ich bin antriebslos und lasse mich voll gehen... mein Schweinehund hält mich sogar davon ab zum Training zu gehen.
Hilfe, mir reist es den Boden unter den Füßen weg, glaube ich....
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