Urlaub mit Folgen - Teil 18

Veröffentlicht auf von Ghost

Es dämmert und Doreen liegt mit offenen Augen in ihrem Bett. Tränen rollen ihr über die Wangen. Sie hat in der Nacht nicht einmal zwei Stunden geschlafen. Der viel zu nahe Abschied geht ihr sehr an die Nieren. Zu gern wäre sie jetzt bei Yusuf. Aber sie kennt leider seine Zimmernummer nicht.
Schlafen kann sie aber auch nicht. Sie schreibt einen Zettel an ihren Bruder und geht etwas an die frische Luft.
Auf dem Hotelgelände ist noch alles leer. Es ist ja auch gerade mal kurz vor sechs Uhr. Sie Sonne ist gerade aufgegangen, hat aber trotzdem schon sehr viel Kraft und es ist sehr warm.
An der Bar haben die ersten ihren Dienst begonnen. Aber Yusuf ist nicht dabei. Doreen setzt sich auf einen Barhocker und schaut den Leuten zu. Plötzlich spricht sie einer der Angestellten an:
„Morgen! Du bist aber früh auf. Kannst du nicht schlafen?“
„Ich habe die ganze Nacht kaum geschlafen.“, antwortet Doreen versonnen.
„Ach übrigens. Man nennt mich Herbert. Darfst mich auch so rufen. Wie heißt du denn eigentlich?“
„Oh entschuldige bitte. Ich bin Doreen und gerade bis über beide Ohren verliebt.“
Herbert schmunzelt. „Da kenne ich noch einen. Mein Zimmergenosse. Der hat sich die ganze nacht von einer Seite auf die andere gewälzt. Du bist doch die Freundin von Yusuf?“
Doreen sieht Herbert entsetzt an. „Aber behalte es bitte für dich. Ich will nicht, dass Yusuf wegen mir seine Arbeit verliert.“
Herbert lacht. Das versteht sich doch von selber. Hier!“ Herbert legt Doreen einen Schlüssel vor die Nase. Dann sieht er sie an.
Doreen weiß nicht, was sie davon halten soll. „Was soll das denn jetzt?“ fragt sie.
Herbert beginnt zu lachen. Dann antwortet er: „Das Zimmer ist den Gang rinter, die obere Etage ganz hinten. Genau dort findest du auch deinen Schatz.“
Doreen strahlt. Dann greift sie sich den Schlüssel und bedankt sich bei Herbert. So schnell sie nur kann, rennt sie den Gang entlang, die Treppe hoch und zu der besagten Tür. Mit klopfendem Herzen steckt sie den Schlüssel ins Schloss und schließt auf. Das Zimmer sieht genau so aus wie ihres. Yusuf liegt im Bett und starrt die Decke an. Um so erstaunter ist er, als er bemerkt, dass nicht Herbert ins Zimmer gekommen ist, sondern Doreen.
„Guten Morgen. Wo kommst du denn her?“ fragt er ganz erstaunt.
Doreen muss lachen. „Herbert hat mich an der Bar getroffen. Ich bin etwas an die frische Luft gegangen, da ich nicht schlafen konnte. Dort hat er mich halt gesehen und hat mir nach einigen Fragen seinen Schlüssel gegeben.“
Yusuf nimmt Doreen in den Arm und sie legen sich zusammen aufs Bett. So eng umschlungen schlafen beide ein.
Genau neun Uhr klingelt der Wecker. Doreen wacht als erste von beiden auf und macht ihn aus. Dann weckt sie Yusuf mit einem langen Kuss.
„So möchte ich jeden Morgen wach gemacht werden.“, murmelt er und macht die Augen auf.
Während er sich duscht bleibt Doreen noch etwas auf dem Bett liegen.
„So und jetzt haben wir ein Problem.“, sagt Yusuf als er fertig angezogen aus dem Bad kommt.
Doreen kann nicht begreifen, was er damit meint. Aber Yusuf hilft ihr auf die Sprünge. „Wie bekomme ich dich aus dem Zimmer, ohne dass jemand einen Verdacht schöpfen kann?“
Doreen überlegt eine Weile. Sie will eine Uniform der Zimmermädchen anziehen. So sieht es aus, als wäre sie eine Angestellte.
Genau so machen sie es dann auch. Alles klappt prima. In ihrem Zimmer zieht Doreen die Sachen wieder aus und wartet auf den Anruf der Eltern. Als der kommt macht sie ihren Bruder wach und bringt dann gleich die Uniform zurück.
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