Urlaub mit Folgen - Teil 21

Veröffentlicht auf von Ghost

Marika kann nicht sehr viel essen. Auch die Eltern scheinen etwas bemerkt zu haben. Die ganze Zeit schon sehen sie ihre Tochter an und als ob das nicht genug wäre, tuscheln sie auch miteinander. Marika bekommt von dem allen aber nichts mit. Sie beobachtet die ganze Zeit das Mädchen, welches sie angesprochen hat.
„Was habt ihr denn heute Abend vor?“ fragt Doreen ihre Eltern.
Ihre Mutter kann sie beruhigen. „Wir setzen uns nachher auf die Dachterrasse und trinken einen Wein zusammen. Christoph möchte mit den anderen Kinder auf der Spielwiese rumtoben.“
Ein Grund für Doreen aufzuatmen. Die Eltern würden also von der Unterredung nichts mitbekommen. Und Christoph bekommt beim Spielen nichts weiter mit, als die Leute die mit ihm spielen.
Doreen und Marika setzen sich an die Bar. Dort ist erst sehr viel Betrieb und die Jungs haben keine Zeit zum reden. Aber das gibt sich dann mit der Zeit.
Doreen ruft Yusuf zu sich. Dieser kommt und fragt: „Du kannst es wohl nicht mehr aushalten ohne mich?“
Doreen muss lachen. „Das auch, aber ich frage wegen Marika. Stimmt es, dass Alex eine andere hat?“
„Nein. Mir hat er erzählt, dass Marika die Liebe seines Lebens ist. Wie kommst du denn darauf?“
Doreen erzählt ihm die ganze Geschichte.
Yusuf weiß auch sofort eine Lösung für das Problem. Er geht und kauft für Marika eine Blume. Die drückt er Alex in die Hand und erklärt ihm alles.
Nach einer Weile sind Marika und Alex verschwunden.
„Du Doreen.“, sagt Yusuf. „Da haben wir aber was angerichtet. Die beiden wollen heute länger wegbleiben. Wir können also nicht weg.“
Doreen muss lachen. „Ich komme dich halt nachher wieder in deinem Zimmer besuchen.“
Yusuf ist zufrieden. Er spendiert Doreen eine Cola und hat nun doppelt so viel Arbeit wie die anderen Abende. Doreen sitzt einfach nur da und sieht ihm zu.
„Doreen wir haben lange Weile. Wir wissen nicht, was wir machen sollen. Spielst du mit uns?“ Christoph steht neben ihr mit bettelndem Blick.
Doreen lässt ihn einen Schluck von ihrer Cola trinken und geht dann mit.
Auf der Spielwiese befinden sich mindestens 20 Kinder und wissen nicht, was sie machen sollen. Den Anblick findet sie total komisch.
Ich würde vorschlagen, wir spielen Blummsack.“
Alle sind einverstanden und es gibt sehr viel Spaß. Späte spielen sie auch noch Zuzwinkern, Verstecken und zum Schluss etwas Abwerfen. So vergeht die Zeit wie im Flug und die Eltern kommen und wollen die Kinder ins Bett bringen. Alle bedanken sich bei Doreen und von einem Ehepaar wird sie sogar noch zu einem Cocktail eingeladen.
Um elf Uhr bringt sie dann ihren Bruder ins Bett und schreibt etwas in ihr Tagebuch:

„Das war ein Tag. Erst hilft mir ein wildfremder Mann zu Yusuf zu kommen, und dann geht es Yusuf auch noch genauso wie mir. Beide konnten wir nicht schlafen. Das muss richtige Liebe sein. Am Vormittag waren Marika und ich am Pool und den Nachmittag haben wir alle vier zusammen verbracht. Dieser Urlaub ist einfach herrlich. Zu schade, dass er bald vorbei ist.
Am Abend hat mir mein Schatzi einen super Ring geschenkt. Ich habe mich aber nicht getraut, ihn meinen Eltern oder jemand anderem zu zeigen. Morgen werde ich das wohl machen müssen. Sonst glaubt Yusuf am Ende noch, der Ring gefällt mir nicht.
Heute Abend waren Marika und Alex verkracht. Das musste ich beziehungsweise Yusuf erst einmal in Ordnung bringen. Es scheint geklappt zu haben, da sie dann den ganzen Abend weg waren. Yusuf und ich konnten also nicht weg. Der Abend hat aber trotzdem Spaß gemacht. Ich habe die Kinder auf der Spielwiese beschäftigt und die Eltern waren begeistert. Wahrscheinlich, weil sie mal einen ruhigen Abend hatten. Ein Ehepaar hat mich sogar noch auf einen Cocktail eingeladen. Später habe ich auch mitbekommen warum. Die Leute sind gestern erst gekommen und der Junge hat nur genörgelt, weil er noch keinen weiter kennen gelernt hat. Jetzt hat er auch Freunde gefunden. Freundschaften zu vermitteln wird wohl mein neues Hobby werden. Ich fand den Abend mal wieder so richtig lustig.
Jetzt muss ich aber mal versuchen zu schlafen. Ich habe sehr viel nachzuholen.“

Sie versteckt das Tagebuch in der Nachttischschublade und legt sich in ihr Bett. Aber schlafen kann sie wieder nicht. Sie ist viel zu aufgekratzt.
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